Fused Deposition Modeling (FDM)

Beim sogenannten Fused Deposition Modeling (FDM oder FFF  bezeichnet ) werden durch Erhitzen verformbare Kunststoffe verarbeitet. Beispiele für thermoplastische Kunststoffe sind z.B. ABS  oder PLA.

Schicht für Schicht wird das Material, welches durch eine erhitzte Düse gepresst wird, auf der Druckplatte aufgebracht. 
Mit dem Erstarren wächst so das gewünschte 3D-Modell in die Höhe. Mittels FDM Technologie hergestellte Teile sind belastbar und vergleichsweise schnell hergestellt. Bei einer Schichtdicke von z.B. 0,1 Millimeter sind jedoch sichtbare Riffelungen auf der Oberfläche des Objektes zu sehen. 

Bei größeren Überhängen oder auch flachen Vorsprüngen müssen diese während des Druckes mit Hilfe von Stützstrukturen abgestützt werden. Diese Stützstrukturen müssen nach dem Druck entfernt werden. Alternativ gibt es die Möglichkeit mit 2 Düsen zu arbeiten. Mit einer Düse wird das Bauteilmaterial aufgetragen und mit der zweiten Düse wird eine wasserlösliche Stützstruktur aufgebaut. Nach dem Drucken können die Stützstrukturen auflöst werden. 


FDM Druck Musterteile

Technische Daten

Bauraum: 340 x 240 x 350mm
Düsendurchmesser: 0,4mm bis 0,7mm
Düsentemperatur:  maximal 360°C
beheiztes Druckbett 170°C
Closed Loop Anstriebssytem

Überhänge können mit löslichem Stützmaterial erzeugt werden, welches nach dem Druck in einem eigenem Arbeitsgang entfernt werden muss.

Eine Füllung mit unterschiedlicher Struktur und Füllgrad ist möglich.
Schichtstärke Standard: 0,2 / 25% Infill

 Lieferzeit: 7 Werktage*

* Für eine kürzere Lieferzeit nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

PLA 

(Polymilchsäuren) PLA Filament für 3D Drucker (Polyactide) ist ein synthetisches Polymer, welches zu den Polyestern gehört. PLA wird aus regenerativen Rohstoffen wie z. B. Maisstärke hergestellt und gehört damit zu den sogenannten „biokompatiblen Kunststoffen“.

 Anwendung:

  • Anschauungsobjekte
  • Prototypen
  • Funktionsprüfung


Vorteil

  • Hart
  • Biologisch abbaubar
  • Lebensmittelecht
  • fast verzugsfrei
  • gute chemische beständigkeit
  • günstig



Nachteil

  • Geringe Auflösung durch FDM-Druck
  • Temperaturanfällig
  •  Spröde

ASA 

Acrylnitril-Styrol-Acrylat (ASA) ist eine hervorragende Alternative zu ABS.

Das Material besitzt eine gute UV- und Witterungsbeständigkeit und ist äußerst resistent gegen chemische Einflüsse und Hitze. Der Kunststoff kann geschweißt, geklebt und direkt oder mit Insets verschraubt und auch spanend bearbeitet werden.

 Anwendung:

  • Prototypen
  • Funktionsprüfung
  • technische Bauteile, im Automobil,- und Outdoorbereich
  • verschiedene Gehäuse,  Spielgeräte

Vorteil

  • höhere Steifigkeit 
  • gute UV- und Witterungsbeständigkeit somit für den Außeneinsatz geeignet
  • fast verzugsfrei
  • gute chemische beständigkeit
  • brandhemmend UL94 HB. 



Nachteil

  • Geringe Auflösung durch FDM Druck
  • Temperaturanfällig
  •  Spröde

ABS 

ist ein synthetisches Polymer. ABS ist einer der meistverbreiteten Kunststoffe der Welt. Durch den Zusatz von Acrylnitril ist ABS besonders widerstandsfähig gegen Öle, Fette hat eine gute Schlag- und Kratzfestigkeit ist aber nur mäßig Witterungsbeständig. 

Anwendung:

  • Karosserieteile
  • Transportbehälter
  • Gehäuse – und Bedienungsteile

Vorteil

  • Stabil und doch flexibel 
  • Hochglanz polierbar
  • Detailiert im Druck


Nachteil

  • Geringe Auflösung durch FDM Druck
  • Temperaturanfällig
  • empfindlich gegenüber Lösungsmittel 
  • Spannungen, Verzug, neigt zum "warpen"

ABS FR 

ist ein brandhemmender und schwer zu entflammbarer Werkstoff, der überall dort zur Anwendung kommt, wo mit Funken „gearbeitet“ wird bzw. wo Brandvorschriften eingehalten werden müssen.

Anwendungen:

  • Sondermaschinen- oder Flugzeugbau
  • Gehäuse von Transformatoren, Schalter, Klimaanlagen und elektronischen Komponente.

Vorteil

  • Stabil und doch flexibel 
  • Hochglanz polierbar
  • Detailiert im Druck
  • Brandhemmend



Nachteil

  • Geringe Auflösung durch FDM Druck
  • Temperaturanfällig
  • empfindlich gegenüber Lösungsmittel 
  • Spannungen, Verzug, neigt zum "warpen"


TPU 

Die Abkürzung TPU steht für thermoplastic polyurethane, also auf detusch thermoplastisches Polyurethan.
TPU Filament weist je nach Härte eine entsprechende Elastizität und Flexibilität aufweist. 

Anwendungen:

  • dreidimensionale Dichtungen 
  • Material für Gadgets, 
  • biegbare Modelle oder Funktionsteile
  • Teile die Schläge absorbieren
  • flexible Gelenke und Verbindungen,
  • als Dämpfungs- und Polsterungselement.

Vorteil

  • Schock absorbierent 
  • hartgummiartige Flexibilität 
  • Witterungsbeständigkeit, hoher UV-Stabilität und hoher Reiß- und Abriebfestigkeit 



Nachteil

  • Geringe Auflösung durch FDM Druck
  •  Schrumpfung in etwa 0,8 bis 1,8%. 
  • Material muss getrockent werden

Carbon 

Carbon Filament 

( Kohlefasergefülltes PLA )

für 3D Drucker ist sehr steif und fest, denn Carbon ist ultraleicht und ultrahart.  Das Carbonfilament beinhaltet 20% Carbonfasern, dadurch ist es sehr stark und robust.

Anwendungen:

  • Motorsport, in der Luft- und Raumfahrt 
  • medizinischer Bereich

Vorteil

  • Extreme Steifigkeit  
  • Hohe  Schmelzfestigkeit 
  • Haltbarkeit, Zähigkeit und lange Lebensdauer des Materials 



Nachteil

  • Geringe Auflösung durch FDM Druck
  •  sehr spröde 
  • Abrasiv - gehärtete oder beschichtete Düse nötig. 

PET/PETG


ist ein thermoplastischer Kunststoff mit hoher Bruchfestigkeit und Formbeständigkeit und ist gegen viele Chemikalien beständig. PETG ist ein mit Glycol modifiziertes PET. 
PETG ist ein guter Mittelweg zwischen ABS und PLA. Flexibler und haltbarer als PLA und einfacher zu drucken als ABS. 

Anwendungen:

  • Funktionsteile

Vorteil

  • hervorragende mechanische Eigenschaften



Nachteil

  • Geringe Auflösung durch FDM Druck
  •  nicht vollständig UV Beständig
  • anfälliger für Kratzer